Krebs im Alltag

Diagnose Krebs – und plötzlich ist alles anders

Die Diagnose Krebs trifft alle Beteiligten wie ein Keulenschlag. Dieser Augenblick verändert das Leben des Patienten selbst, aber auch das der gesamten Familie. Denn plötzlich ist alles anders.

Krebs und Beruf

Nach der Diagnose kann es sehr schnell passieren, dass der Patient auch berufliche Einschränkungen hinnehmen muss. Nebenwirkungen der Behandlung, etwa einer Chemotherapie, aber auch die Krankheit selbst lassen es immer weniger zu, das reguläre Pensum zu schaffen. Hier sind frühzeitig Gespräche mit dem Chef und den Kollegen erforderlich. Dabei sollte auch klar formuliert sein, dass man kein Mitleid möchte, sondern dass man auf die Unterstützung und das Verständnis angewiesen ist. Möglicherweise muss auch eine Frührente beantragt werden.

Krebs und Ernährung

Häufig kann eine Ernährungsumstellung helfen, Krebsleiden und die Behandlungsnebenwirkungen zu lindern. Über entsprechende komplementäre Beratungs- und Hilfsangebote kann der behandelnde Arzt meist informieren. Wichtig ist, dass gegebenenfalls die gesamte Familie dies mit trägt und ohne Schuldzuweisungen mitmacht. Der Patient sollte weder das Gefühl haben, dass er ausgeschlossen wird, noch dass für ihn eine Extrawurst gebraten wird. Auch dies vermittelt ihm das Gefühl, dass man die Krankheit gemeinsam durchsteht.

Krebs und Psyche

Die Diagnose und die damit verbundene Prognose sind mit starken Emotionen verbunden. Sowohl der Patient selbst als auch seine Angehörigen müssen sich mit dieser Betroffenheit auseinandersetzen, wenn sie daran nicht seelisch zerbrechen wollen. Gegenseitige Hilfe sowie vor allem Hilfe von außen ist dringend geboten. Freunde und Familienmitglieder, Selbsthilfegruppen, aber auch professionelle Helfer wie Therapeuten und Seelsorger sind wichtige Katalysatoren, um mit diesen existenziellen Ängsten und Gefühlen klarzukommen.

Krebs und Angehörige

Auch für die Angehörigen bedeutet die Diagnose einen Schock. Sie müssen lernen, einerseits ihre eigenen Gefühle zu verarbeiten, andererseits aber auch die Gefühle des krebskranken Angehörigen zu akzeptieren und zu verstehen. Einerseits benötigen sie selbst Hilfe, andererseits ist es auch wichtig, dass sie für den kranken Angehörigen da sind. Helfen und sich helfen lassen – dieser Spagat gelingt nur mit viel Hilfe von außen.

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